I. Gebot
Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Durch die 'Heilige Schrift' zieht sich, wie ein roter Faden,
die (sinngemäße) Wiederholung dieser Beschwörung und das lässt nur zwei Schlussfolgerungen zu:
1.] Das Auffassungsvermögen der Adressaten ist nicht besonders entwickelt.
2.] Der eifersüchtige Gott Jahwe ist sich seiner Stellung nicht sicher.
Fazit: Der orientalische Stammesgott bestätig indirekt die Existenz von göttlichen Nebenbuhlern,
außerdem hält er seine Anhänger für Schafsköpfe - was nachvollziehbar ist.
Das erste Gebot - die weltliche Grundlage für Patriarchat, Hierarchie und Führertum.
II. Gebot
Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten
auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR,
dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer,
die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
Die katholische Kirche hat Text und Reihenfolge der Gebote geändert.
Ein Besuch in einer katholischen Kirche und man versteht wieso der Text geändert wurde.
Nicht nur Bildnisse auch Hinrichtungssymbole werden angebetet.
Ein interessantes Gedankenspiel - was wenn als Hinrichtungsinstrument ein Galgen oder ein Fallbeil zum Einsatz
gekommen wäre? Was würde dann wohl Kirchturm und Brust des Popen zieren?
III. Gebot
Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen,
der seinen Namen missbraucht.
Das heißt wohl: Betreibe keinen Etikettenschwindel im Namen des Herrn.
Jeder, der nicht blind glaubt sondern hinterfragt, wird schnell erkennen, dass der größte Missbrauch sehr
oft durch Kleriker betrieben wird.
IV. Gebot
Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn,
deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs
Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage.
Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
Keine biblische Arbeitszeitvereinbarung wohl eher die Auflage, einen Tag der Woche nur der intensiven Anbetung des
Stammesgottes zu widmen. Anbetung bedeutet auch Tempelbesuch und Tempelbesuch bedeutet, die Kassen des Klerus klingeln.
V. Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande,
das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
Ein typisches Stammesgebot.
Es dient dem Zusammenhalt der Sippe, dem Machterhalt des Patriarchat und vor allem dem Anspruch auf das gelobte Land.
Die christliche Auslegung hat auch ihre Tücken, denn Eltern die ihre Babys verkaufen oder vor dem Kirchenportal ablegen,
haben nun wirklich kein Recht auf Ehrung oder sonstige Zuwendung durch ihren Nachwuchs.
VI. Gebot
Du sollst nicht töten.
2. Buch Moses 20. Kapitel : Du sollst nicht töten!
2. Buch Moses 21. Kapitel : Aufzählung der Ausnahmen die das Töten doch erlauben.
Wohl das älteste Gebot der Menschheit und viel älter als die Bibel, aber immer nur in der jeweiligen Stammessippe
relevant und gegenüber Außenstehenden völlig belanglos.
Die dauernd wiederholten Ausrottungsbefehle Jahwes gegen
fremde Völker, sprechen da ihre eigene Sprache.
VII. Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.
Die meisten großen Bibelgestalten und besonderen Freunde des Herrn haben dieses Gebot stets verleugnet.
Ansonsten dient diese Untersagung lediglich dem Erhalt des sozialen Frieden und der Hygiene innerhalb der Sippschaft.
VIII. Gebot
Du sollst nicht stehlen.
Stammesgebot.
Wie die "Heilige Schrift" ausführlich darstellt dürfen fremde Völker,
mit dem Segen des biblischen Stammesgottes, bestohlen und beraubt werden.
IX. Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Stammesgebot zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung innerhalb der Gemeinschaft.
Fremdvölker stehen wie üblich außerhalb jeder Regel.
X. Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht,
Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.
Der Nächste - das ist der Stammesgenosse, der Blutsbruder.
Ein Gebot das die Besitzverhältnisse nur innerhalb der Sippschaft absichert.
Andere Völker werden nicht geschützt, sondern in der 'Heiligen Schrift' oftmals als Beute bezeichnet.